3. Juni 2013

[Rezension] "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green


Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Originaltitel: The Fault In Our Stars
Autor: John Green
Format: Gebunden, 288 Seiten
Verlag: Hanser
Genre: Jugendroman - Drama
Preis: 16,90€



„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.
(Quelle: Hanser)


Zum ersten Mal gefällt mir ein deutsches Cover besser als das englische.
Ich mag den Nachthimmel mit den kleinen Sternen, der Pusteblume und der gezeichneten Skyline am unteren Bildrand. Die Schriftart gefällt mir auch sehr gut. :)

In "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" geht es um die 16-jährige, krebskranke Hazel, die bisher immer nur alleine zuhause saß und Bücher gelesen hat; Bis sie in der Selbsthilfegruppe auf den smarten, gut aussehenden Augustus trifft, der ihr zeigt was Leben ist.

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein Buch das mich sprachlos gemacht hat, das mich zum weinen gebracht- und das mich sehr berührt hat.
Die Geschichte von Hazel und Augustus ist eine Liebesgeschichte, wie ich sonst keine kenne. Sie legt das Hauptaugenmerk nicht auf die körperliche Zuneigung, sondern auf die Liebe die sich zwischen Worten und Gedanken befindet.

Beide sind so verschieden, haben Ecken und Kanten und natürlich auch Fehler, wie jeder von John Green's Charakteren, und sie sind jeder auf seine eigene Art und Weise liebenswürdig.
Manchmal musste ich den Kopf über Augustus' Verhalten schütteln, oder wurde wütend über Hazel's Worte, doch dann wurde mir immer klar: Natürlich machen sie Fehler. Natürlich sind sie nicht perfekt, sie sind Menschen!
Am besten hat mir gefallen, dass kein oberflächlicher Charakter dabei war. Sie waren alle vielschichtig, hatten Hobbies und und ein, ich sage Mal, Leben außerhalb der Geschichte.
Augustus ist ohne Zweifel mein Lieblingscharakter, weil er nie seinen Humor und sein Lachen verliert. :)
Alle Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter, der eine mehr, der andere weniger. Besonders, natürlich, unsere beiden Hauptfiguren.

Der Schreibstil in "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist sehr einfach gehalten, aber nicht so einfach, dass es mich gestört hätte. Es war eben genau richtig.

Der Autor gibt uns, wie in fast allen seiner Bücher, nicht nur eine Geschichte sondern auch etwas zum Nachdenken. In diesem Fall unter anderem die berühmte Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wenn ja, wie sieht es aus?
Es gibt sehr viele philosophische Elemente in "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und auch wenn man das Buch gerade nicht liest, oder es schon fertig gelesen hat denkt man darüber nach.

Was mir am besten gefallen hat war, dass John Green nicht versucht uns mit diesem Buch über das Thema Krebs aufzuklären. Er will uns nichts beibringen, uns nicht belehren. Er erzählt uns eine Geschichte über zwei junge Menschen, über ihre Denkweise und über ihr Schicksal und wie sie damit umgehen. Dabei beschönigt er nichts, sondern er ist ehrlich. Er gibt uns die Wahrheit, und zwar auf eine tröstliche Art und Weise.


"Manche Touristen halten Amsterdam für die Stadt der Sünde, aber in Wirklichkeit ist es die Stadt der Freiheit. Und in der Freiheit finden viele Leute die Sünde."
Das Schicksal ist ein mieser Verräter, 
Seite 144


"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green, ist eines der besten Bücher, dass ich je lesen durfte. Es ist eine berührende Geschichte über zwei junge Menschen, ihr Schicksal, und ihre Liebe, alles versehen mit einer kleinen Prise Humor.
Von mir gibt es fünf Sterne. :)




Kommentare:

  1. Das Buch hört sich wirklich super an.
    Habe bisher auch nur gutes darüber gehört.
    Ich werde es wohl auch mal auf meine Wunschliste nehmen. :)

    Danke für die Rezension

    LG
    Frau Wölkchen

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  2. Eine sehr schöne Rezension! :)
    Ich habe das Buch auch letzte Woche gelesen und gerade meine Rezi abgetippt. Bin/War genauso begeistert wie du!

    Liebe Grüße :)

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  3. sau gutes buch, habs vor einiger zeit mal gelesen :)

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  4. Es freut mich immer wieder, wenn jemandem dieses Buch genauso gut gefällt wie mir ;).

    Ich habe die deutsche und die englische Ausgabe und mir gefällt das deutsche Cover auch besser. Das passt erstens besser und ich verstehe das englische auch gar nicht. Was soll das denn darstellen?
    Sieht auf jeden Fall nicht sehr aufregend aus ^^

    "Ein Leben außerhalb der Geschichte" ist eine total tolle Beschreibung *_*
    Charaktere müssen auch von dem leben, was sie schon vor der Geschichte gemacht haben. Sie müssen den Eindruck erwecken, auch vorher schon dagewesen zu sein und nicht nur für die 300 Seiten geleb zu habe.


    Hach, was soll man noch sagen?
    Ich bin voll und ganz deiner Meinung :D.

    Liebe Grüße =)
    Charlie

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  5. Ein Buch, von dem soo unglaublich geschwärmt wird, und ich habe es immer noch nicht gelesen *kopfschüttel*. Das müsste ich echt langsam mal korrigieren :-) Ich weiß eigentlich gar nicht, was mich bisher davon abgehalten hat... obwohl, der riesige Bücherstapel hier könnte Schuld sein :-)

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