19. Juni 2013

[Rezension] "Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe" von Suzanne Collins


Titel: Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe
Originaltitel: The Hunger Games #2: Catching Fire
Autor: Suzanne Collins

Reihe: Die Tribute von Panem, 2. Teil
Format: Gebunden mit Schutzumschlag, 431 Seiten
Verlag: Oetinger
Genre: Dystopie, Science Fiction
Preis: 18,95€



"Möge der Bessere gewinnen!
Während Katniss und Peeta noch in ganz Panem als das tragische Liebespaar gefeiert werden, droht den beiden bereits neue Gefahr. Denn Katniss ist mittlerweile zu einem Symbol des Widerstands geworden, der sich in einzelnen Distrikten erhebt, und das kann das Kapitol nicht dulden.
Verzweifelt versucht sie, ihre Familie und vor allem Gale vor der Gewalt der Regierung zu schützen.
Doch da sind auch noch ihre verwirrenden Gefühle für Peeta, die sich einfach nicht leugnen lassen. Und dann geschieht Unfassbare! Katniss und Peeta müssen zurück in die Arena und diesmal wird es nur einen Überlebenden geben können..."
© Oetinger Verlag


Das Cover ist wirklich sehr schön, passt aber irgendwie nicht wirklich zur Geschichte. Da gefällt mir das englische Cover doch irgendwie besser, obwohl es eher schlicht ist. Hier als Vergleich:


Das englische Cover passt wie die Faust aufs Auge. Der Spotttölpel gerät ins Visier. Hier geht der Punkt eindeutig an die Originalversion.

Im zweiten Band der Panem-Reihe geht es um Katniss, die mit ihrer Beeren-Aktion in den Distrikten für reichlich Aufruhr gesorgt hat. Die Distrikte beginnen sich gegen das Kapitol, ihre Methoden und die Hungerspiele aufzulehnen. Das alles wird natürlich vom Kapitol vertuscht und geheim gehalten.
Für Peeta und Katniss steht die Tour der Sieger an, auf der sie alle 12 Distrikte bereisen und sich weiterhin als tragisches Liebespaar präsentieren.
Anlässlich der 75. Hungerspiele gibt es in diesem Jahr ein Jubel-Jubiläum, ein Jahr in dem es ganz besondere Hungerspiele gibt, und in diesem Jahr werden aus dem bestehenden Kreis der Sieger die Tribute ausgelost...

Katniss hat sich zwischen dem ersten und zweiten Band ziemlich verändert. Sie ist sanftmütiger geworden, was sich vor allem in ihrer ständigen Sorge um ihre Liebsten widerspiegelt. Sie zweifelt oft an sich und ihren Fähigkeiten und fühlt sich in vielen Situationen hilflos. Katniss ist schwächer geworden.
Im Laufe des zweiten Bandes verändert sie sich wenig bis gar nicht. Es sind immer die gleichen Selbstzweifel die sie plagen, immer die gleichen Sorgen und immer die gleichen Menschen an die sie denkt.

Was mir wiederum gefallen hat, waren die inneren Monologe die Katniss führt. Jeden ihrer Gedankengänge konnte ich verfolgen und die Autorin gab mir Zeit um zu verstehen was in Katniss vorgeht.

Peeta hingegen ist stärker geworden. Er wird zum Strategen und handelt, wenn es die Situation verlangt. Trotzdem verliert er nichts von seiner Warmherzigkeit und seinem Mitgefühl, eben das was ihn eigentlich ausmacht. Hier ist der Autorin eine sehr gute Charakterentwicklung gelungen.

In diesem Band kommen eine Menge neuer Charaktere dazu, aber nicht zu viele, sodass man immer den Überblick behält. Alle Charaktere sind verschieden und einzigartig, aber manche von ihnen sind mir zu oberflächlich und platt gehalten.
Was mich auch gestört hat war, dass manche Tribute Namen hatten, von denen man nicht wusste ob sie männlich oder weiblich waren, z.B. Enobaria, Seeder, Gloss und Cashmere...

Wo ich den Handlungsverlauf im ersten Buch als spannend und aufregend empfand, so war er im zweiten Buch eher zäh, fade und langatmig. Es war mir alles zu verplant, zu durchstrukturiert, so dass bei mir nie wirklich Leselust aufkam. Es passierte immer so viel, dass es irgendwann langweilig wurde und ich mir wünschte die Charaktere würden sich mal einfach nur unterhalten. Und vielleicht mal länger als 5 Zeilen.
Genauso war es mit der "gefährlichen Liebe", die praktisch nicht bestand. Wenn mal etwas Liebe aufkeimte, wurde sie im Keim erstickt und schon war die Szene vorbei.

Das Ende des Bandes kommt ziemlich abrupt. Gerade war man noch mitten in der Geschichte und plötzlich ist es aus. Man wird nicht aufgeklärt und mit tausend Fragezeichen über dem Kopf zurückgelassen.

Der Schreibstil von Suzanne Collins hat mir sehr gut gefallen. Er ist schlicht und einfach. Keine überladenen, verschachtelten Sätze.
Die Autorin schreibt im Präsens und in der Ich-Form.



"Das ist also die Frau die Finnick liebt, nicht die schicken Mätressen im Kapitol. Sondern ein armes, verrücktes Mädchen in der Heimat."
Die Tribute von Panem, Gefährliche Liebe
Seite 385 

Der zweite Teil der Panem-Reihe konnte mich nicht so begeistern wie sein Vorgänger. Spannung bestand praktisch keine, weil alles zu durchstrukturiert und verplant war und einfach viel zu viel passierte.
Die Idee zur Geschichte finde ich nach wie vor sehr interessant und spannend, auch wenn das in diesem Teil der Geschichte nicht richtig umgesetzt wurde. Schade.

Mal sehen was der dritte und letzte Teil mit sich bringt.



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