15. Juli 2013

[Rezension] "Silber - Das erste Buch der Träume" von Kerstin Gier


Titel: Silber - Das erste Buch der Träume
Originaltitel: -
Autor: Kerstin Gier

Reihe: Silbertrilogie, 1. Band
Format: Gebunden mit Schutzumschlag, 416 Seiten
Verlag: Fischer Verlage
Genre: Fantasy, Romance
Preis: 18,99€



"Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil... Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen..."
Quelle: Fischer Verlage


In "Silber" geht es um die 15-jährige Liv Silber, deren Mutter mit dem Engländer Ernest Spencer zusammenkommt. Dieser hat zwei Kinder, Grayson und Florence. Bald stellt sich heraus, dass Liv's Mutter und Ernest es ziemlich ernst miteinander meinen und die beiden zusammenziehen wollen.
Als wäre das nicht schon genug Chaos, beginnt Liv von merkwürdigen Dingen zu träumen und vor allem immer wieder von einer seltsamen grünen Tür...

Kerstin Gier hat mit Liv Silber eine wunderbare Protagonistin erschaffen. Liv ist mutig, schlagfertig, sehr neugierig und sie handelt überwiegend impulsiv. Wie schon Gwendolyn aus Rubinrot, ist sie ein sehr angenehmer Charakter, der mich persönlich nie genervt hat.
Auch die anderen Charaktere konnte ich schnell ins Herz schließen, allen voran Mia, Liv's jüngere Schwester und Jasper Grant, einen Freund von Grayson.
Leider wirken die Charaktere sehr platt, als hätte sich die Autorin 3-4 Merkmale ausgesucht und es dabei belassen. Das ist wirklich schade, denn man hätte mit Sicherheit viel mehr aus ihnen rausholen können.

Bislang haben sich die Charakter nicht besonders weiterentwickelt, aber es ist ja auch erst Band 1 der neuen Reihe. Dafür entwickeln sich die Beziehungen zwischen den Charakteren weiter, was mir sehr gefallen hat.
Es finden sich viele witzige und schlagfertige Dialoge, so dass ich oft lachen musste. :)

Auch die fiesen Blogeinträge vom "Tittle-Tattle"-Tratsch Blog haben mir sehr gefallen und mich öfters zum Schmunzeln gebracht. :)

Die ganze Idee ist vollkommen neu und wie ich finde, auch sehr gut umgesetzt. Es war an den richtigen Stellen spannend und es gab immer wieder überraschende und vor allem unvorhersehbare Wendungen. Das einzige was mir an der Geschichte nicht gefallen hat ist, dass Dämonen und vor allem merkwürdige Rituale eine zentrale Rolle spielen. Mit sowas kann ich persönlich nicht viel anfangen, nicht weil ich es lächerlich finde, sondern eher weil mir solche Sachen ziemlich unheimlich sind. Das strahlt natürlich auch einen gewissen Reiz aus und hat der Geschichte etwas mehr Pepp gegeben, aber trotzdem wäre es mir lieber gewesen, wenn es keine gruseligen Rituale gegeben hätte...


Eine spannende Geschichte, eine menge Humor und viele liebenswürdige Charaktere haben "Silber - Das erste Buch der Träume" zu einem unterhaltsamen Leseerlebnis werden lassen. Leider sind besagte Charaktere aber viel zu platt geraten und wirken nach einiger Zeit unglaubwürdig. Auch das zentrale Thema "Dämonen und deren Beschwörung" konnte mich leider nicht für sich gewinnen... Dennoch hat mir Silber ganz gut gefallen und natürlich werde ich die Geschichte weiter mitverfolgen. :)



1 Kommentar:

  1. Mh, da bin ich ja mal gespannt wie ich es finden werde... ich mag es eigentlich gar nicht, wenn Charaktere zu platt sind... aber hast schon recht. Solange der Rest der Story unterhaltsam ist kann man da vielleicht drüber hinweg sehen, auch wenn ich sowas immer sehr schade finde (wenn man schon so ein sonst rundumklasse Buch schreibt, warum dann den Charakteren nicht bei den Charakteren etwas mehr in die Tiefe gehen... naja wie gesagt: mal sehen :)

    Schöne Rezi!
    Liebe Grüße,
    Michelle

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