16. Februar 2014

[Film-Rezension] The Outsiders (The Complete Novel)


Filmtitel: Die Outsider
Originaltitel: The Outsiders

Hauptdarsteller: C. Thomas Howell, Matt Dillon, Ralph Macchio, Patrick Swayze, Rob Lowe, Emilio Estevez, Tom Cruise etc. 

Regie: Francis Ford Coppola
Drehbuch: Kathleen Rowell, basierend auf einem Roman von S.E. Hinton

Produktionsjahr: 1983
Genre: Drama
FSK: Ab 12
Sonstiges: Trailer | Amazon



„Als ich aus dem Kino kam, hatte ich nur zwei Dinge im Kopf...“: Mit diesen Worten beginnt die Geschichte von Ponyboy, dem jüngsten von drei Brüdern, die in ärmlichen Verhältnissen in Tulsa, Oklahoma, aufwachsen. Da ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, führt Darrell, der älteste Bruder das Kommando – sehr zu Ponyboys Leidwesen, denn Darrell besteht darauf, das Ponyboy etwas aus sich machen soll. Ponyboy dagegen würde lieber mit den anderen Jungs herumhängen, die wie er zu den „Greasern“ gehören. Die Greasers liegen ständig im Clinch mit den „Socs“, der rivalisierenden Jugendbande aus dem besseren Viertel der Stadt. Als Ponyboy die Bekanntschaft der hübschen Cherry macht, zieht er damit den Ärger ihrer „Soc“-Freunde auf sich, die ihn und seinen Freund Johnny noch in derselben Nacht überfallen...
Quelle: Amazon


Gleich mal vorweg, meine Rezension bezieht sich nicht auf die Kinoversion des Films von 1983, sondern auf die Version "The Complete Novel" in der damals gelöschte Szenen wieder eingefügt wurden.

Am Anfang hat es mich verwirrt, dass es zwei Versionen des Filmes gab. Eine kürzere und eine längere. Nach ein bisschen Recherche habe ich herausgefunden, dass damals Szenen herausgeschnitten wurden, darunter auch welche die damals eventuell als "schwul" gedeutet werden konnten. (Was natürlich überhaupt nicht stimmt.) Durch das Herausschneiden dieser Szenen sei viel von der Authentizität verloren genangen und es hätte wohl alles sehr kitschig und romantisch gewirkt.

Allerdings schreibe ich hier über die neuere Version; "The Complete Novel", was so viel bedeutet wie "Der komplette Roman" und das trifft es genau auf den Punkt.
Anders als bei anderen Buchverfilmungen fehlt hier beinahe keine Szene. Teilweise wurden auch die Dialoge 1 zu 1 übernommen, was mich sehr beeindruckt hat.

"Er ist kein Soc. Er ist einfach nur ein Kerl der reden wollte."
- Ponyboy


Die Stimmung des Buches ist im Film sehr gut wiedergegeben. Wenn auch die Darstellung an manchen Stellen wieder zur Romantik tendiert, hat mich das wenig gestört.
Die Umsetzung des 60er Jahre Themas ist den Produzenten sehr gelungen. Vor allem die Verwendung von Elvis Presley Songs hat mir sehr gut gefallen.

Viele Charaktere habe ich mir, vom Aussehen her, anders vorgestellt, z.B. Dally, Two-Bit oder Tim Shepard. Matt Dillon ist mir für die Rolle des Dally fast ein wenig zu hübsch, aber letztendlich hat er seine Rolle doch gut gespielt und Dallas' schwache Seite gezeigt.
Patrick Swayze, Rob Lowe und C. Thomas Howell haben die Curtis Brüder und ihre Beziehung zu einander wirklich sehr gut wiedergegeben, auch wenn Darrel im Buch oft ruppiger rüber kam als im Film.
Besonders beeindruckt haben mich jedoch C. Thomas Howell (Ponyboy) und Rob Lowe (Sodapop).

Die (damals noch sehr jungen) Schauspieler haben sich wirklich Mühe gegeben die Figuren passend darzustellen.
An manchen Stellen merkt man jedoch, dass sie damals noch Anfänger und etwas unbeholfen waren. Aber jeder fängt mal klein an und es hat weder dem Film noch der Handlung geschadet, daher ist das für mich kein Minuspunkt.

Die deutsche Synchronisation war das Einzige was mir nicht gefallen hat. Die Synchronsprecher klangen oft plump und wenig glaubwürdig, was nicht wirklich zum guten Schauspiel gepasst hat. Ich würde empfehlen den Film im Originalton (und mit Untertiteln) anzusehen.


"Die Outsider (The Complete Novel)" ist eine der besten Buchverfilmungen die ich bisher gesehen habe. Auch wenn die Schauspieler manchmal ein wenig unbeholfen wirkten und der Film hier und da ein wenig kitschig wurde, hat er mir trotzdem sehr gut gefallen. Die Stimmung ist ähnlich wie im Buch und die Charaktere wurden gut portraitiert. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen. :)







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