7. März 2014

[Rezension] "Oskar und die Dame in Rosa" von Eric-Emmanuel Schmitt


Titel: Oskar und die Dame in Rosa
Originaltitel: Oscar et la Dame rose
Autor: Eric-Emmanuel Schmitt

Reihe: -
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 112
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag

Genre: Roman
Preis: 7,00€



"Der zehnjährige Oskar hat Leukämie und weiß, dass er nicht mehr lange leben wird. Die ehemalige Catcherin Madame Rosa bringt ihn auf die Idee, über alles nachzudenken, was ihn bewegt – in 13 Briefen an den lieben Gott. Unsentimental und unerschrocken erzählen Oskars Briefe von Liebe, Schmerz, Freude und Verlust. In nur wenigen Tagen erlebt er auf wundersame Weise ein ganzes Menschenleben."
Quelle: Fischer Verlage

Oskar liegt im Krankenhaus und ist ziemlich deprimiert. Seine Eltern wollen mit ihm nicht offen über seine Krankheit sprechen, die Ärzte und das Pflegepersonal sehen ihn schuldbewusst an und alle haben Mitleid mit ihm. Doch Oskar möchte kein Mitleid. Er will, dass die Leute ehrlich zu ihm sind.
Eines Tages trifft er Oma Rosa, eine ehemalige Catcherin die, im Gegensatz zu den anderen, ganz offen und ehrlich mit Oskar spricht und ihm rät Briefe an den lieben Gott zu schreiben. Oskar, der nicht mal an den Weihnachtsmann glaubt, ist skeptisch, doch er folgt dem Rat von Oma Rosa und beginnt zu schreiben...



"Oskar und die Dame in Rosa" ist ein Buch mit gerade mal 112 Seiten und dennoch schafft es der Autor auf so wenig Papier alle Bereiche des Lebens abzudecken.
Es geht um Glaube, Krankheit, das Heranwachsen, Liebe, Freundschaften und Familie. Oskar schreibt über all diese Dinge in seinen Briefen.

Die Charaktere waren alle sehr außergewöhnlich und teilweise auch witzig. Allen voran natürlich Oma Rosa, die gerne mal eine lehrreiche Geschichte aus ihrer Catcherinnen-Zeit erzählt. Sie hilft Oskar dabei, die Dinge mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und regt nicht nur ihn, sondern auch den Leser zum Nachdenken an.

Oskar's Briefe sind sehr kindlich und einfach geschrieben, aber dafür, dass er erst 10 Jahre alt ist, sagt er manchmal ziemlich schlaue Sachen. Es ist diese kindliche Ehrlichkeit, die in "Oskar und die Dame in Rosa" beeindruckt. Er schreibt weder sentimental noch in irgendeiner Art kitschig und das hat mir vielleicht mitunter am Besten gefallen.

Eric-Emmanuel Schmitt erzählt mit den Worten eines Kindes, eine unglaublich schöne und bereichernde Geschichte, über Glaube und Vertrauen, die einem Mut macht und einem auch nach dem Auslesen nicht mehr aus dem Kopf geht.



" 'Die interessantesten Fragen bleiben immer Fragen. Sie bergen ein Geheimnis. Jeder Antwort muss man ein 'vielleicht' hinzufügen. Nur uninteressante Fragen haben eine endgültige Antwort.' "
Oskar und die Dame in Rosa,
Seite 94


"Oskar und die Dame in Rosa" von Eric-Emmanuel Schmitt ist ein berührendes und bereicherndes Buch, ohne dabei kitschig oder sentimental zu werden. Die außergewöhlichen und witzigen Charaktere sorgen dafür, dass die Geschichte nicht zu traurig wird. Lacher aber auch Tränen sind hier garantiert.
Und da es mir so gut gefallen hat und mir auch nach dem Auslesen nicht mehr aus dem Kopf geht, hat es sich den "Lieblingsbuch"-Stempel und die 5 von 5 Sternen wirklich verdient.







1 Kommentar:

  1. Huhu,

    schön das du auch wieder aktiv bist. :)
    Zu dem Anlass habe ich dich gleich mal getaggt :D
    http://woelkchens-buecherwelt.blogspot.de/2014/03/tag-unter-200-follower-tag.html

    Liebe Grüße
    Frau Wölkchen

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