29. Juli 2014

[Urlaubsbericht] Vom falschen London und Dudelsackklängen

Zuallererst möchte ich mich (mal wieder) für meine lange Abwesenheit entschuldigen. Ich war mit Schulkram beschäftigt, habe nicht viel gelesen und hatte keine besonders große Lust auf irgendetwas.
Darum soll es aber heute nicht gehen. :)
Vergangene Woche war ich für ein paar Tage in Schottland, genauer gesagt: In der Hauptstadt Schottlands, Edinburgh.


Edinburgh ist so ziemlich das Gegenteil von London. London ist eine Stadt in der Alt und Neu zusammen finden, eine Stadt voller Menschen, die aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt kommen. Edinburgh ist traditionell. Wenige Neubauten, wenige Hochhäuser. Und obwohl alles so traditionell und "alt" ist, ist alles ziemlich gut erhalten. Manchmal hat mich Edinburgh aber doch an London erinnert, zum Beispiel, als ich dieses Riesenrad oder weiter hinten das Gebäude, dass dem Big Ben erstaunlich ähnelt, sah.

Sydney und ein Stück Keks
In Edinburgh gibt es ziemlich viele Parks und Grünflächen. In einem von ihnen bin ich diesem kleinen Racker begegnet, der jeden, der es sich dort gemütlich gemacht hatte, nach etwas Essbarem angebettelt hat. Er (ich nannte ihn 'Sydney') war sogar relativ zahm und ruhig und lies es zu, dass ich gaaanz viele Fotos von ihm machte. Sehr fotogenes Tierchen.


Neben Eichhörnchen und Parks gibt es auch sehr viele Friedhöfe in der Hauptstadt Schottlands. Vorwiegend alte und unheimliche. Besser nicht nachts hier rumlaufen...

Einer der Tage die wir in Edinburgh zubrachten, wurde von der Wetterfee im englischen Fernsehen sogar als heißester Tag des Jahres deklariert. Es waren höchstes 28°C und windig. Da kann man richtig neidisch werden.

Einen Tag nahmen wir uns frei und unternahmen zusammen mit einer Reisegruppe einen Ausflug in die Highlands. Man saß zwar sehr lange im Bus, aber dafür konnte man umso besser die umliegende Landschaft bestaunen.


Manchmal trifft man in den Highlands, vorwiegend auf Parkplätzen von Aussichtspunkten, einen Schotten in traditioneller Kluft, der Dudelsack spielt. Der Dudelsackspieler, den ich dort traf, spielte aber leider nicht so gut wie sein Kollege, der jeden Tag auf dem Platz vor der National Gallery of Scotland spielt. Das Outfit ist eben doch nicht alles.


Der Ausflug durch die wunderschönen Highlands beinhaltete auch einen Stop in Fort Augustus. Das ist eine kleine Ortschaft an der südlichen Seite von Loch Ness.
Nessie konnte ich zwar nicht entdecken, dennoch ist das Loch sehr eindrucksvoll. "Loch" ist übrigens das gaelische Wort für "Lake", allerdings beschreibt man mit dem Begriff "Loch" keinen See sondern eher Stauseen, Binnenseen und Meeresbuchten.

Auf Loch Ness
Es war zwar ein ziemlich kalter und verregneter Tag, aber die Bootstour war trotzdem toll. Einfach der schönen Fotos wegen. Das Wasser in Loch Ness ist übrigens viel dunkler, fast schon schwarz, als bei herkömmlichen Seen. Das liegt an den Torfpartikeln, die das Wasser dunkler färben.


Als wir die Rückreise nach Edinburgh antraten, kamen wir an einer besonders schönen Stelle vorbei. Also stieg der Reiseleiter kurzerhand aus und lotste uns durch nasse, hohe Himbeersträucher, damit wir die Aussicht genießen konnten. 


An diesem Tag war alles so nebelverhangen, dass wir auf der Rückfahrt nichts erkennen konnten, dass weiter als 20 Meter von uns entfernt war. Alles um uns herum war weiß.

Edinburgh Castle
Da am Wochenende besonders viele Touristen unterwegs waren (und auch aus Zeitgründen), haben wir es leider nicht bis ins Edinburgh Castle geschafft. Stattdessen sind wir ins "Camera Obscura & World of Illusions" gegangen, dass mich ein bisschen an das "Ripley's" in London erinnert hat. Interessantes Museum, mit vielen interaktiven Elementen rund ums Thema optische Täuschungen. Sehr gut für Familien mit Kindern geeignet!
Und vom Dach des Museums hat man einen super Blick auf die Stadt.


Die Royal Mile, im Herzen der Altstadt Edinburgh's ist übrigens keine Meile lang, auch wenn der Name das vermuten lässt. Sie ist eine schottische Meile lang, die in normalen Meilen gemessen, wohl 1,5 Meilen lang wäre.

Royal Mile
Auf der Royal Mile gibt es unglaublich viele Souvenirläden, kleine Stände, deren Inhaber Armbänder, Ketten und ähnliches verkaufen sowie alle möglichen Straßenkünstler. Darunter auch Meister Yoda und der Kopflose Nick.  


Edinburgh kann man hervorragend zu Fuß erkunden. Natürlich gibt es die Möglichkeit mit Bus und Bahn zu fahren, aber da in dieser Stadt alles so schön beieinander ist, kann man auch gerne mal zu Fuß gehen. So entdeckt man unter Umständen auch hier und da etwas Besonderes.

Edinburgh Waverley Station

In Edinburgh gibt es, wie vorhin schon erwähnt, viele Parks und Grünflächen. Eine davon ist Calton Hill, ein Hügel in der Nähe der Waverely Station. Von dort hat man einen großartigen Ausblick auf Edinburgh und die Bucht.

Calton Hill
Mit Blick auf "Arthur's Seat" der im Hollyrood Park liegt

Ich habe einige sehr schöne Tage in Edinburgh und den Highlands verbracht und dabei eine Menge über die schottische Geschichte gelernt. Ich habe Dudelsackspieler, Typen in verrückten Kostümen und eine Band aus Italien getroffen und eine Stadt erlebt, die so ganz anders ist als London. Eine Stadt, in der man immer irgendwo ein stilles Plätzchen findet, in der es riesige Stücke unberührter Natur gibt. Eine Stadt, die nicht nur aus Shortbread und Whiskey besteht.

Das war's von mir.
Bis die Tage. :)

Kommentare:

  1. Ein sehr interresanter Post :)
    Die Bilder sind sehr schön, auch wenn ich bei meinen Urlaubsplänen nie Schottland/Edinburgh mit einbezogen habe, muss ich glaube ich noch mal darüber nachdenken. Die Stadt sieht wundervoll aus und ich denke ich würde dort sehr viel Spaß haben.
    Also danke für dein Urlaubsbericht (:
    LG Elsa

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  2. Was für ein schöner Bericht :)
    Und wie toll die Bilder sind! Wirklich große Klasse :)

    Liebe Grüße

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